Arbeitssicherheit im Jahre 1880, Rauch Haube.

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Arbeitssicherheit im Jahre 1880, Beatmungsgerät, Atmung, Apparat

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Arbeitssicherheit im Jahre 1880, Atemschutzmaske für Chemielabors, Pressluftatmer

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Atmungsapparate Feuerwehrtag 1897

 

Atmungsapparate

Der Schweizerische Feuerwehr-Gasschutz nahm seinen Anfang in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Bis dahin war der zwischen den Zähnen eingeklemmte Vollbart des Feuerwehrmanns eine der gebräuchlichsten Rauchschutzmöglichkeiten. Weiter war der Feuerwehrmann jener Zeit mit dem sog. "Rauchschwamm" ausgerüstet, der mit Essig getränkt vor Mund und Nase gebunden wurde. Diese einfachen Schutzmassnahmen waren nicht mehr ausreichend, als mit zunehmender Industrialisierung bei Brandfällen verstärkt in mit giftigen Gasen gefüllte Räume eingedrungen werden musste. Das erste eigentliche Gasschutzgerät war das Frischluftgerät mit doppelt wirkendem Blasebalg oder mit der Luftpumpe. Seit einer Reihe von Jahren waren anstelle der ursprünglich primitiven Rauchapparate zweckdienliche Erfindungen getreten, und es war schwierig, aus dem reichhaltigen Angebot die richtige Auswahl zu treffen. 

 

Die Feuerwehr der Stadt Zürich begrüsste deshalb den Plan des Schweiz. Feuerwehrverbandes, am 4. Juli 1897 in Zürich einen Technischen Feuerwehrtag durchzuführen und sagte den Organisatoren volle Unterstützung zu. Der Feuerwehrtag diente als Information über Versuche mit Atmungs-Apparaten, das Verhalten von Laternen und Lampen in rauchgefüllten Räumen, Versuche mit Löschmitteln zur Bekämpfung von Kleinfeuern und schliesslich die Erprobung der Widerstandsfähigkeit gegen Feuer von in der Schweiz zum Dachdecken verwendetem Material. 

 

Folgende Fabrikate wurden eingehenden Tests unterzogen:

I. Apparate mit Luftzufuhr von aussen:

a. Wiener Rauchhaube (System Müller) b. Magdeburger Rauchmaske (System Stolz) c. Rauchhelm von Magirus, Ulm

d. Rauchmaske von Lieb, Biberach

e. Rauchhelm von Runge-Stude, Berlin f. Atmungsapparate von Hönig, Köln

II. Apparate ohne Luftzufuhr von aussen:

a. The Vajen Bader Patent Smoke Protector b. Atmungsbüchse von Hönig, Köln

 

Sicher darf die Auswahl der durch den Schweiz. Feuerwehr-Verein getesteten Geräte nicht als umfassend bzw. vollzählig bezeichnet werden, es fehlte zum Beispiel der "Pneumatophor" von Walder, Wagner & Benda aus Wien - bestehend aus Atmungsbeutel, Sauerstofflasche und Laugenapparat. Die Kommission war erst wenige Tage vor dem Techn. Feuerwehrtag durch Feuerwehrinspektor Leischner, Wien, auf diese technisch ausgereifte Apparatur aufmerksam gemacht worden. Es erstaunt auch, dass der von Feuerwehrkommissar Rudolf Horner, Basel, im Jahr 1895 entwickelte Sauerstoffatmungsapparat nicht angefordert worden war. Es ist anzunehmen, dass diese Entwicklung nur örtliche Bedeutung erlangte.

 

Quelle: http://www.berufsfeuerwehr.ch/museum/museum1.htm